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Therapie und Selbsterfahrung

Hilfe für Menschen die sich in Krisen befinden und Stabilisierung brauchen.

Therapie mit neurotischen, psychosomatischen und somatopsychischen PatientInnen z.B. Angst- und Borderline-Störungen.

Schwerpunkte: Diagnostik und Behandlung posttraumatischer dissoziativer Störungen einschließlich dissoziativer Identitätsstörung (MPS).


Einzel- und Paararbeit

Wesentliche Aspekte der KBT-Einzel- und Paararbeit entstehen in der dualen Situation. Daraus ergeben sich folgende Schwerpunkte:

1. Im Vordergrund steht das Eingehen auf die Ziele und Erlebnisinhalte sowie das Begreifen von Zusammenhängen von Biographie (Entwicklung) und Symptom und die Notwendigkeit einer Durcharbeitung des psychophysischen Materials. So können auf dem Hintergrund der erkannten Zusammenhänge Stärken und Schwächen in der Verknüpfung mit dem Erlebten anerkannt, Ressourcen und Vertrauen in die Selbstheilungskräfte geweckt und integriert werden.

2. Die Übertragungsbeziehung und die Realbeziehung werden deutlich
- auf der gegenwärtigen Handlungsebene,
- im Körperdialog,
- in der strukturierten Körperarbeit
- und im Gespräch

3. Die Arbeit mit Objekten soll erfahren werden
- als Realobjekt,
- als Übergangsobjekt,
- als Symbol
- und als Distanzierungsmöglichkeit

4. Das Ineinandergreifen von Bewegen, Handeln und Sprechen soll erlebt und verstanden werden. Auf dem Hintergrund der Tiefenpsychologie wird das Erlebte bearbeitet. Eine vertiefte Selbsterfahrung und das Lernen am Modell werden ermöglicht; dazu kann es notwendig werden, das Vorgehen im Prozess transparent zu machen.

Körperbilder


Gruppenangebote

Der Anfang einer fortlaufenden Gruppe soll einen Selbsterfahrungsprozess ermöglichen, in den Themen der eigenen Biographie, der aktuellen Lebenssituation und des Gruppengeschehens einfließen und der offen ist für die Auseinandersetzung mit bewussten und unbewussten Konflikten.
Die Erforschung der eigenen Leiblichkeit, wie sie in Körperhaltung, Ruhe und Bewegung deutlich wird, ist die Grundlage. Es werden alle Bereiche des Körpers miteinbezogen und die zu den Bereichen gehörenden Themen werden erarbeitet. Dabei ist die Erfahrung von Bewegungsabläufen, die sinnliche Wahrnehmung, die Wahrnehmung des Atems und der Stimme genauso wichtig wie Ausdruck zu finden für Leid- und Freudvolles über Haltung, Gestik, Ton und Sprache.

Im weiteren Verlauf sollen die Gruppenmitglieder zunehmend die unterschiedlichen Erfahrungsebenen differenzieren können, also zwischen Körper- bzw. Sinnesempfindungen, Gefühlen, inneren Bildern bzw. Erinnerungen, sowie zwischen Gedachtem und Vorgestelltem. Gefühle, die sich körperlich äußern und im Lebensverlauf körperlich bewahrt werden, sollen das Leibgedächtnis bilden. Die leib-seelischen Zusammenhänge sollen in einer eigenen authentischen Sprache formuliert werden. Ebenso soll Verbalisierungsfähigkeit und sprachliche Differenziertheit gefördert werden.

Die Wahrnehmung des Raumes und der Zeit wird als leibhaftige Erfahrung in Beziehung gesetzt. Auch Elemente des Spiels und des gestaltenden, bildnerischen Ausdrucks werden einbezogen. Die Erfahrung mit Gegenständen, je nach Situation real, symbolisch oder als Projektions- und/oder Identifikationsobjekte wird ins Handeln miteinbezogen.
Die leibliche Begegnung zwischen den GruppenteilnehmerInnen in der Berührung, im spielerischen Handeln, in Nähe und Distanz sind ein weiteres wichtiges Erfahrungsfeld. In Wertschätzung und Achtung können Projektionen, Übertragungen und Gegenübertragungen erfahren und soweit wie möglich aufgelöst werden.

Unterschiedliche Rollen in der Gruppe und damit verbunden Rivalität und Aggression, Kampf und Flucht, Solidarisierung und Lernen durch Mitlernen am Beispiel anderer sind ein durchgängiger Bestandteil des Selbsterfahrungsprozesses. Das Ausprobieren neuer und anderer Verhaltensweisen tritt neben die Reflexion der eigenen Rolle in der Gruppe.

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